ARCHE im Klang

...lädt jeweils zu einem spannenden Erzählabend ein, welcher musikalisch umrahmt wird. Dies findet im Kulturhotel Guggenheim am Wasserturmplatz 6 & 7 oder im Hotel Engel in Liestal statt.

  

Mittwoch, 27. März 2019 um 19.30Uhr im Hotel Engel: Doron Schneider, messianischer Jude und Buchautor "Israel, mehr als man denkt". Er wanderte mit seinen Eltern nach in Israel aus, wo er heute noch mit seiner Familie lebt.

Mittwoch, 23. Oktober 2019 um 19.30Uhr: Die Schweizerin Zoë Bee erzählt von ihrem langen Weg vom New Age bis nach Bethlehem. 

Rückblick:

Mittwoch, 24. Oktober 2018: Dominik Klenk,  Verlagsleiter und CEO Fontis in Basel und Lüdenscheidt (ehemals Brunnen Verlag Basel) und Buchautor ("Wie Gefährten leben - eine Grammatik der Gemeinschaft" und "Youbee, Dominik Klenkevangelischer Jugendkatechmus". Thema: "Die Kraft der Sprache - Wie Worte unser Leben prägen". Gegen 80 Personen hörten gespannt zu. Der Mensch ist normalerweise auf Empfang ausgerichtet. Doch was behalten wir von den vielen Worten und Nachrichten? Wer weiss noch, in welchem Land die letzte Fussball-WM stattfand? Doch wenn uns ein Lehrer oder ein Freund in der Kindheit mit ein paar Sätzen ermutigen konnte, wissen wir dies meist heute noch. Herr Klenk hatte lange Mühe mit Lesen und Schreiben. Doch durch eine Lehrerin im Studium, welche sich positiv zu seinem Schreibstil äusserte, wendete sich das Blatt. Und heute ist er Verlagsleiter und Buchautor. Was Worte bewirken, sieht man auch in der Bibel. So steht zu Beginn: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde; und Gott sprach: es werde Licht und es ward Licht“. In aramäisch, der Sprache Jesu, heisst das Wort DAWAR, was Wort, aber auch Sinn, Kraft und Tat bedeutet. Den richtigen Ton treffen, bringt meist Ordnung ins Chaos. Dies demonstrierte Klenk mit Sand auf einer Klangschale. Streicht man mit einem Geigenbogen an der Schale, so entstehen je nach Ton ganz verschiedene hübsche Muster. So kann ein Zuspruch oder ein Lob ganz viel in einem Menschen bewirken. Auch Bücher können viel verändern, so wurden am Schluss noch ein paar Bücher empfohlen.

 

Mittwoch, 7. März 2018: Werner Woiwode, Buchautor von "Gestrandet - gelandet" erzählte aus seinem Leben. Fast 60 Leute hörten ihm zu, als er aus seinem turbulenten Leben erzählte. Geboren und aufgewachsen in Werner WoiwodeDuisburg, erlebte er eine wohlbehütete Zeit. Er war ein pflegeleichter und guter Schüler. Doch irgendwann wollte er nicht mehr der Nette und Gute sein. In der Lehre als Mechaniker begann er zu trinken. Mit 17 Jahren erfuhr Woiwode, dass sich sein leiblicher Vater erhängte, als seine Mutter im dritten Monat schwanger war. Dies erschütterte ihn so, dass er noch mehr Drogen konsumierte. Er schmiss die Lehre kurz vor dem Abschluss und suchte Arbeit im Hafen von Duisburg. Seine erste Ehe ging in Brüche, weil er seine Frau im Suff schlug. In Thailand traf er die Schweizerin Regula. Sie verlieben sich, trennen sich aber wieder. Als Regula 1984 Gott näher kennenlernte und Woiwode fasziniert sah, wie sich diese Frau zum Positiven veränderte, merkte er, wie arrogant und kaputt er eigentlich war. Er erlebte einen Zusammenbruch. Mithilfe von Jesus wurde er frei von seiner Tabletten- und Alkoholsucht. Heute arbeitet er als Berufsbeter und Leiter des Vereins Abraham in Stein am Rhein. Ein Gestrandeter schaffte die Wende!

 

Mittwoch, 27. Oktober 2017: Samuel Koch, Autor ("Samuel Koch - zwei Leben" und "Rolle vorwärts") und Schauspieler (Film: Honig im Kopf). Bekannt von "Wetten dass..", wo er verunfallte. 

DSC 2490 KopieSamuel Koch überzeugte. Zu Beginn der Autorenlesung sucht Samuel Koch im Publikum eine Buchhalterin. Mit der Buchhalterin wurde jemand gesucht, der die Bücher hält, sodass der Tetraplegiker Samuel Koch daraus vorlesen kann. Er schrieb nach seinem Unfall bei «Wetten, dass…» zwei autobiografische Bücher mit den Titeln «Samuel Koch, zwei Leben» und «Rolle vorwärts». Samuel Koch beeindruckte die 280 Zuhörer im Hotel Engel. Der Mensch ist nicht zum Sitzen gemacht. Schon als Sechsjähriger fing er mit Kunstturnen an und erzielte jahrelang viele Erfolge. Als er im Jahr 2010 verunfallte und ein Jahr im Zentrum Nottwil verbrachte, kam ihm das Turntraining und die Disziplin davon zugute. Koch schöpft aus seiner inneren Kraft und dem Glauben. Er hat eine Aussicht auf mehr: «Das Beste kommt noch». Obwohl er auf ein Wunder und auf die Wissenschaft hofft, hat er die Zuversicht, dass er spätestens nach seinem Tod ein neues Leben bei Gott im Himmel bekommt. Ihm hilft diese Hoffnung enorm. «Aber der Glaube ist eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht», zitiert Koch aus der Bibel.

Eine Dankbarkeitsliste hilft Koch, positiv das Leben zu leben. Dankbar sein für das Vogelgezwitscher, den Sternenhimmel, die Familie, Freunde u.v.m. Auch Glücksmomente aufschreiben und solche suchen, kann helfen. Macht mich das Zusammensein mit Freunden glücklich, ein Kinobesuch, die Natur? Unser Wert, referierte Koch, liegt nicht in der Nützlichkeit, sondern weil mich Gott liebt. Und dies, ohne dass ich etwas tun muss, etwas haben muss oder mit meiner Schönheit glänze. Versuchen wir doch, mit der Gegenwart zufrieden zu sein.Samuel Koch, welcher sein angefangenes Schauspielstudium nach dem Unfall erfolgreich beendete, hat eine Anstellung im Staatstheater Darmstadt. Drei Tage nach dieser Veranstaltung in Liestal, ist er wieder in Darmstadt auf der Bühne und liesst «Die Räuber» von Friedrich Schiller, vier Tage später ist er in Wolfgang Goethes Faust zu sehen. Der Abend wurde von der ARCHE Buchhandlung in Liestal organisiert, vom Präsidenten des Trägervereins Christian Tschudin moderiert und musikalisch von Mick und Elli, einem Musiker-Ehepaar mit Familie aus Liestal umrahmt. Mick Kaluzny ist Profimusiker, Blues Experte und Lehrer an der Musikschule Guggenheim. Elli studierte Musik und ist heute Bassistin und Songwriterin. Ihre Alben heissen: «Sei mit mir» und neueren Datums: «Kann nicht stillhalten».

 

Mittwoch 29. März 2017 Andreas Boppart alias Boppi, Leiter von Campus für Christus.

Andreas BoppartEntspannter und unfertig leben

Im Kulturhotel Guggenheim in Liestal begeisterte Andreas Boppart die rund 80 Zuhörer. Gerne zeigen wir, so sagte er, unsere besten Seiten. Doch wie viel Energie stecken wir in unsere schöne Fassade? Es sei wohltuend, seine Schwächen und Begrenzungen nicht zu verstecken. Authentisch leben und zu seiner Unvollkommenheit stehen, schafft Nähe und Vertrautheit in Beziehungen. Über seine Unzulänglichkeiten zu reden und zu schreiben, helfe. Herr Boppart tat dies in seinen Büchern: „Die Flopparts“ und „Unfertig“. Man müsse sich mit seiner Unfertigkeit versöhnen und darüber lachen können. Wir seien nicht fehlerlos, sondern seien von Gott Erlöste. Gottes Nähe im Gebet gebe uns Kraft und sein Geist schenke uns Freiheit.

Sich entspannen und das Leben leichter nehmen, ist dem Autor und Leiter vom Missionswerk „Campus für Christus“ wichtig. Es gehe darum, als Unfertige in der Nachfolge Jesus Christus zu stehen. Dies befreie enorm und schenke ein erfüllteres Leben. Menschen, die auf Gott schauen, bekommen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler (Die Bibel in Jesaia 40,31). Am Bein des Adlers ist jedoch unser Schweinehund angebunden. Unsere Schwächen und Sünden hängen an uns; wir sollen uns jedoch aufs Fliegen fokusieren und nicht unsere Kraft im Kampf mit unserem inneren Schweinehund verpuffen. Unsere Probleme dürfen wir Gott anvertrauen; wie wunderbar ist das.

Untermalt wurden die Aussagen vom Musiker Jonathan Schmidt.

 

Mittwoch, 26. Oktober 2016 Ulrich Knellwolf, Dr. theol
Ulrich Knellwolf

Er war vierzig Jahre lang reformierter Pfarrer. Im Schweizer Fernsehen sprach er das „Wort zum Sonntag“, am Radio „Zum neuen Tag“. Er veröffentlichte Romane und Kurzgeschichten; einiges davon gehört zum Genre der Kriminalliteratur. Wir freuen uns sehr, dass Ulrich Knellwolf sein neustes Buch "Wir sind's noch nicht, wir werden's aber -Stückwerk zu Gott und der Welt" an diesem Abend persönlich vorstellte und kurze Essays und Geschichten daraus las. Nach vierzig Jahren Arbeit als Pfarrer zieht Ulrich Knellwolf theologische Bilanz. Was hat sich bewährt? Was ist fragwürdig geworden? Anfänglich stark an der Theologie des Apostels Paulus orientiert, steht ihm der Jesusgeschichten erzählende Evangelist Markus heute viel näher. Mit Jeremias Gotthelf fragt er, ob die reformierte Kirche die Mündigkeit jedes Christenmenschen im Glauben  ernst genug nimmt. Mit Jonathan Swift, dem anglikanischen Dekan und Autor von „Gullivers Reisen, findet er, es gehöre zum Glauben, dass wir Gott Klagen und Vorwürfe nicht ersparen. Und mit Johann Peter Hebel sieht er die Welt voll von Gleichnissen des kommenden Reich Gottes.

 

Medienbericht der Veranstaltung ARCHE im Klang vom 2. März 2016:

pdf Medienbericht ARCHE im Klang mit Ruedi Josuran

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